Wir laden Wiesbaden ein, mit uns über Bücher zu sprechen.
Lesungen und andere Veranstaltungen rund um Literatur und Bücher in Wiesbaden
in chronologischer Reihenfolge I Auswahl I ohne Gewähr I Wir wünschen schöne und spannende Buch-Entdeckungen.
Hier finden Sie unsere persönlichen Buch-Empfehlungen. I Wir freuen uns, wenn auch Sie uns Ihre Lese-Tipps senden!
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Dienstag, 1. September I 19:30 Uhr
Tim Frühling: „Ploatzlich tot“
Der Moderator und Autor liest aus seinem Kriminalroman
im Rahmen der Kohlhecker Kulturtage
In der idyllischen Kuppenrhön droht sich die Diskussion um einen geplanten Solarpark zum Flächenbrand
auszuweiten. Zwei mögliche Standorte spalten die Dörfer – bis ein Ortsvorsteher tot im Straßengraben gefunden
wird. In seinem Rücken steckt eine Mistgabel. Hat einer der regionalen Bauern seinem Unmut Taten folgen
lassen?
Die Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling nehmen die Ermittlungen auf und geraten in ein
Geflecht aus dunklen Geheimnissen und tödlichen Interessen.
Moderator und Autor Tim Frühling arbeitet seit über 25 Jahren beim Hessischen Rundfunk. Er ist aktuell bei der
Radiowelle hr1 zu hören und präsentiert die Wettervorhersage im hr-Fernsehen und in der ARD. Seit 1997 lebt er
in Frankfurt und ist mittlerweile im Herzen Hesse.
Ort:
Forum Kohlheck, Kohlhecksstraße. 28, 65199 Wiesbaden
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Karten:
€ 5 an der Abendkasse
Veranstalter:
Kohlhecker Bürgervereinigung e.V.
Mittwoch, 2. September I 19:00 Uhr
„Die Berliner Salons 1780-1806“ und „Lyrik jüdischer Frauen ab 1880“
Eine literarisch-musikalische Soirée mit Anne-Sophie Bertrand (Harfe)
& Benjamin Krämer-Jenster (Lesung) im Festsaal des Rathauses
In der Folge der deutschen Aufklärung, insbesondere der jüdischen Aufklärung und der Französischen Revolution,
emanzipierten sich ab 1780 junge jüdische Frauen in Berlin und gründeten Salons. Zwar waren jüdische Bürger
rechtlich noch nicht gleichgestellt, es gab aber erste Ansätze. In diesen Salons waren alle willkommen, die sich mit
Literatur, Musik, Malerei, Wissenschaften und Philosophie beschäftigten. Im Gegensatz zu den meisten von
Christen geführten Salons waren die Einladungen in jüdische Häuser ohne Vorbedingungen. Mit den Widerständen
gegen die napoleonische Besatzung endete ab 1806 auch der kulturelle Austausch in den Salons.
Ab 1870 erhielten Juden in Deutschland die formale Gleichstellung. Und wieder waren es jüdische Frauen, die sich
emanzipierten, um ihre künstlerischen Begabungen in die Öffentlichkeit zu tragen. So auch besonders in der Lyrik.
Die in Paris geborene Harfenistin Anne-Sophie Bertrand studierte in London und Brüssel. Sie gewann früh
internationale Anerkennung durch den Cardiff International Harp Contest. Seit dem Jahr 2000 ist sie Solo-Harfenistin
des hr-Sinfonieorchesters. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie an der Universität für Musik und darstellende
Kunst Graz sowie an der Akademie für Tonkunst Darmstadt und gibt regelmäßig Meisterkurse im In- und Ausland. Im
Jahr 2024 erhielt sie den Kulturpreis der Ingrid zu Solms Stiftung.
Benjamin Krämer-Jenster wurde in Frankfurt am Main geboren. Nach einer klassischen Tanzausbildung folgten erste
kleine Auftritte in Frankfurt, Mainz und Bad Hersfeld. 1982 schloss er eine Schauspielausbildung an der Folkwang-
Hochschule in Essen-Werden ab. Bis 2024 war er am Staatstheater Wiesbaden engagiert.
Ort:
Großer Festsaal Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Karten:
Eintritt frei
VVK:
Anmeldung erforderlich unter www.jg-wi.de/tarbut
Veranstalter:
Jüdische Gemeinde Wiesbaden
Montag, 7. September I 19:30 Uhr
Shida Bazyar: „Die Lücken“
Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Ariane Binder (3sat)
Vor Kurzem blickte alle Welt auf Shida Bazyar, weil sie mit ihrem ersten Roman für den renommierten
International Booker Prize nominiert worden war. Nun legt die Autorin ihren neuen Roman „Die Lücken“ vor.
Während die beiden Vorgänger die Themen Exil und postmigrantische Gegenwart behandelt haben, geht es in
ihrem neuesten Werk in die Tiefen der Heimat.
In einem beeindruckenden Erzählmosaik entwirft Bazyar das Bild des fiktiven Orts Heimesbach im Hunsrück, an
dem sich rund 90 Jahre deutsche Geschichte ablesen lassen. Jüdische Familien und NS-Profiteure spielen ebenso
eine Rolle wie die Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Wie eine
Archäologin legt die Autorin Schicht um Schicht frei und analysiert die Fundamente, auf denen Heimat gebaut ist.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für
Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.
Ort:
Literaturhaus Villa Clementine, Anderer Salon, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Karten:
VVK: € 12 / erm. € 9 I Abendkasse: € 15 / erm. € 11
VVK:
Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim >>.
Veranstalter:
Literaturhaus Villa Clementine
© Tabea Treichel
Donnerstag, 17. September I 19:30 Uhr
Elena Fischer: „Wirf einen Schatten“
Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Eva Schmidt
Mit ihrem Debüt „Paradise Garden“ begeisterte Elena Fischer sowohl das Publikum als auch die Kritiker und wurde
für den Deutschen Buchpreis nominiert. Nun legt die Mainzer Autorin ihren zweiten Roman vor, mit dem es in die
1960er Jahre geht.
Nachdem Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, bleibt Joseph nicht mehr viel übrig. Er hat sich
vor der Welt verschlossen und lebt nur noch für seine Arbeit auf dem Hof. Alles ändert sich, als eine unerwartete
Besucherin vor der Tür steht.
Elena Fischer schafft es wie kaum eine andere Gegenwartsautorin, selbst in traurige Momente Hoffnung
einzuschreiben.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für
Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.
Ort:
Literaturhaus Villa Clementine, Anderer Salon, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Karten:
VVK: € 12 / erm. € 9 I Abendkasse: € 15 / erm. € 11
VVK:
Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim >>.
Veranstalter:
Literaturhaus Villa Clementine
Freitag, 25. September I 19:00 Uhr
Daniela Daub: „Unendliche Postkarte“
Buchvorstellung & Ausstellungseröffnung
Unter dem Titel „Unendliche Postkarte” ist Daniela Daubs zweiter Lyrikband erschienen. Die hier versammelten
Gedichte zeichnen sich durch eine große Einfachheit aus, sind kleine Alltagsnotizen und Beobachtungen.
Zusammengenommen ergeben sie ein Panorama und zeigen einen eigenwilligen Blick auf einen Ausschnitt der
Welt, von der man Teil ist.
Im Rahmen der Buchpräsentation wird auch die Ausstellung in der Kellergalerie der Büchergilde eröffnet.
Hier sind die Originale der im Buch abgebildeten Aquarelle und Zeichnungen des saarländischen Künstlers
Klaus Harth zu sehen.
Daniela Daub ist Lyrikerin, Performerin und Jongleurin. 2024 war sie Stipendiatin des Hessischen Literaturrats.
Ort:
Büchergilde Buchhandlung & Galerie, Bismarckring 27, 65183 Wiesbaden
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Karten:
Eintritt frei
VVK:
Anmeldung unter 0611 40 57 67 oder unter buechergilde-wiesbaden@t-online.de
Veranstalter:
Büchergilde Buchhandlung & Galerie
© Valentin Conrads
© Ramune Pigagaite
Dienstag, 29. September I 19:30 Uhr
Thea Mengeler: „Öffentlicher Nahverkehr“
Autorinnenlesung & Gespräch; Moderation: Shirin Sojitrawalla (DLF und taz)
Der neue Roman von Thea Mengeler ist als „Buch der Stunde“ angekündigt und könnte nicht näher am
Zeitgeschehen pulsieren: Eine junge Influencerin erlebt einen Albtraum, als ihr Expartner gegen ihren Willen
intimes Material veröffentlicht. In einer neuen Stadt findet sie ausgerechnet im anonymen Nahverkehr die nötige
Ruhe, um ihre Gedanken zu sortieren und die Wut zu entfachen.
Mengeler entwirft ein Szenario, das vor allem viele Leserinnen kennen dürften, und öffnet so den literarischen
Diskurs um Deepfakes, Cyberstalking und KI. Aktuell hinkt das Recht der Realität noch hinterher, doch ein
Gesetzentwurf ist schon in Arbeit, sodass sexualisierte Gewalt im digitalen Raum die Grauzone endlich verlässt.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Leseland Hessen mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für
Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.
Ort:
Literaturhaus Villa Clementine, Anderer Salon, Frankfurter Str. 1, 65189 Wiesbaden
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Karten:
VVK: € 12 / erm. € 9 I Abendkasse: € 15 / erm. € 11
VVK:
Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses/Eventim >>.
Veranstalter:
Literaturhaus Villa Clementine
© Tim Kirchhof
Hinweis:
Die Texte sind den Publikationen der jeweiligen Veranstalter entnommen.