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Für einen Rest Sommergefühl zu den Fischhändlern in die Romagna.
Andreana, die Witwe des „größten Fischhändlers“ von Chioggia, der ihr nichts als Schulden hinterlässt, trägt Rot als Trauerfarbe
zur Beerdigung. Als auch eine zweite Ehe mit einem „der größten Fischhändler“ nicht erfolgreicher ist, nimmt sie die Dinge selbst
in die Hand.
Mit viel Witz und Ironie, aber immer liebevoll, erzählt Moretti von Rivalitäten und kleinen Intrigen, vom Einzug der Moderne
(das neue Wasserkloset wird aus Ehrfurcht oft gar nicht benutzt), vom Feiern und vom Alltag in den 1920gern in der Romagna.
1935 erschienen, ist der Roman 2024 zum erstmals
in deutscher Sprache erhältlich.
Irene Metzger, Buchhandlung & Antiquariat von Goetz, Rheinstraße kurz vor der Ringkirche
Tbuch 24 € I ebook 17,99 € I Edition Converso übersetzt von Judith Krieg Juli 2024
Marino Moretti I Die vorlaute Fischhändlerin
Italien war Gastland
der Buchmesse FFM 2024.
Hier unsere Favoriten.
Der kleinbürgerliche Ministerialbeamte Giovanni Vivaldi bearbeitet Pensionsansprüche und steht kurz davor, seinen eigenen
Pensionsantrag zu bewilligen. Er geht täglich gewissenhaft seiner routinierten Arbeit nach, beschreibt die Rituale und
Borniertheiten des Bürolebens.
Doch vor seinem letzten Arbeitstag möchte er seinem frisch ausgebildeten Buchhaltersohn den Steigbügel halten. Irgendeiner
seiner Vorgesetzten wird sich schon finden lassen, der ihm seine jahrzehntelange gewissen-hafte Arbeit mit einem kleinen Schub
für die Karriere seines Sohnes entgelten kann.
Nur ein paar Fragen später findet er sich mit einigen Broschüren zur Freimaurerei wieder. Brüder helfen Brüdern! Der Weg in und
durch die Loge ist ganz im Sinne Giovannis mehr eine Formsache und zeugt dabei von reichlich Humor und Spitzen gegenüber
heroischen Männerbünden.
Vincenzo Cerami I Ein ganz normaler Bürger
Alles scheint sich zu fügen, und der Sohn Mario Vivaldi hält dank des Vaters die Fragen des italien-weiten Einstellungstests in den Händen.
Die fast schon ironisch zugespitzte Verabschiedung zwischen Mutter und Sohn kündigt dennoch Unheil an: "Ich werde für dich beten!" waren Signora Amalias
letzte Worte. "Ciao, Mamma", waren Marios letzte Worte. Denn kurz darauf wird der Sohn beiläufig Opfer einer Schießerei und stirbt auf offener Straße.
Der erstarrte Giovanni kann sich gerade noch das Gesicht des Schützen einbrennen und wird es nie mehr vergessen. Monate später erkennt er den Mörder bei
einer polizeilichen Gegenüberstellung wieder, behält es für sich und greift zur Selbstjustiz.
Am Ende seines Arbeitslebens bricht er mit allen Konventionen, entführt den Täter und wartet akribisch auf dessen Ende, nur um doch wieder routiniert
seine Tagesabläufe rund um sein eigenes Verbrechen herum aufzubauen. Denn der Mörder wollte einfach nicht sterben.
Christopher Deyer, Buch-Café Nero 39, Nerostraße
Buch 22 € I ebook 19,99€
Alexander Verlag I übersetzt von Esther Hansen, Burkhart Kroeber I September 2024
Es ist das Jahr 1960. Die Bewohner der
italienischen Insel Katria warten gespannt auf die
Geburt des Enkelkindes des Raìs, dem Anführer
der Thunfischjagd vor der Mittelmeerküste des
südlichen Italiens, der traditionellen „Mattanza“.
Bisher war dem alten Raìs kein männlicher Erbe
vergönnt. Und auch diesmal ist das Enkelkind
„nur“ ein Mädchen: Nora.
Nora wächst fortan getrennt von ihrer Familie
bei ihrem Großvater auf. Von ihm soll sie alles
Wichtige über die Fischerei und das Meer
lernen, um eines Tages seine Nachfolge als
neuer Raìs antreten zu können.
Germana Fabiano I Mattanza
Als sie endlich in die Fußstapfen ihres Großvaters tritt, wird sie als neue
Anführerin der Mattanza zunächst nur mit einer gewissen Skepsis akzeptiert.
Sie muss sich erst als Bewahrerin der Tradition beweisen. In einer sich
schnell verändernden Welt eine zusätzliche große Herausforderung für
Nora. Dabei kann sie sich aber auf ihre eigene Klugheit und Raffinesse wie
auch auf die ihrer Mitmenschen verlassen.
Ein kleiner, aber sinnlich eindringlicher Roman, mit liebevoller Zeichnung
der Charaktere,
spannend und überraschend bis zum Schluss.
Elisabeth Heinz, Buchhandlung erLesen, Dichterviertel
Taschenbuch 23 € I ebook 12,99 €
mareverlag I übersetzt von Barbara Neeb, Katharina Schmidt I August 2023
Buch 24 € I ebook 20,99 € I Hörbuch I 7,95€
Diogenes Verlag I übersetzt von Peter Klöss I August 2024
„Bella mia“, ein italienisches Volkslied, besingt
die Schönheit der Stadt L‘Aquila in den
Abruzzen. Im April 2009 legte ein Erdbeben
die einst schöne Stadt in Schutt und Asche und
tötete mehr als 300 Bewohner und riss viele
Familie auseinander.
In einer der Behelfsunterkünfte versuchen drei
Menschen, den Weg zurück ins Leben zu
finden: die Keramikerin Caterina, deren
Zwillingsschwester Olivia umkam, Marco,
Olivias heranwachsender Sohn, und die alte
Mutter, die sich um alle kümmern will und doch
selbst am meisten Hilfe braucht.
Das Mädchen ist dreizehn, sensibel, intelligent
und aufgeschlossen. Das Einzelkind wurde
wohlbehütet großgezogen und in allem
gefördert. Die Familie wohnt in einem gepfleg-
ten Haus direkt am Strand. Eines Tages fährt
der Vater mit ihr hinauf zu einem Bergdorf in
den Abruzzen und gibt sie dort samt Gepäck bei
ihr fremden Leuten ab, die, so hat man ihr
mitgeteilt, ihre leibliche Familie seien. Ihre
Proteste stimmen den Vater nicht um, er lässt
sie alleine zurück.
»Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere
Mutter nicht mehr.« So beginnt die Geschichte
von „l’arminuta“, der „Zurückgekommenen“.
Das Leben im Haus der »madre del paese« ist, anders als das der »madre del
mare«, von Entbehrung und Verzicht gezeichnet: Das Essen ist knapp, die Neue
muss sich das Bett mit der kleinen Schwester teilen und das Zimmer mit den
drei Brüdern.
Hier ist alles fremd, die Armut, der Schmutz, die harten Worte. Niemals aber
will sich »l'arminuta« in ein Schicksal fügen, das andere für sie bestimmt
haben.
Obwohl die Hintergründe für sie unsichtbar bleiben, gibt sie die Hoffnung auf
eine Wendung zu einer besseren Zukunft nicht auf. Während sie einen Weg
zurück in ihr früheres Leben in dem kleinen Haus am Strand sucht, entwickeln
sich neue Bindungen, zur mutigen Schwester, den Brüdern, der Mutter.
Donatella di Pietrantonio, 1963 geboren, wuchs bis zu ihrem neunten
Lebensjahr selbst in einem abgelegenen Dorf in den Abruzzen auf und lebt
heute in der Nähe von Pescara. Den renommierten Premio Campiello, den sie
für »L'Arminuta« erhielt, widmete sie ihrer Heimat.
Donatella di Pietrantonio erzählt eine eindringliche Geschichte aus der
Perspektive Caterinas. In Rückblenden und Gegenwartsbeschreibungen
vermittelt sich die Trauer, aber auch die Hoffnung, dass das Leben nicht nur
weitergeht, sondern neu gestaltet werden kann.
Auf ganz unterschiedlichen Wegen finden die drei allmählich aneinander Halt
und den Mut, der Willkür und Vernachlässigung durch die Behörden zu trotzen
und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Frisch erschienen am Tage der Buchmesse: Frau
Leimbert hat eine Nacht durchgelesen…Für ihren
neuen Roman wurde Italiens populärste
Gegenwartsautorin gleich mit zwei Preisen
ausgezeichnet; mit dem Premio Strega 2024 und dem
Premio Strega Giovani 2024.
„Die zerbrechliche Zeit“ erzählt von Amanda, die während des Lockdowns in das ungeliebte Zuhause zurückkehrt, in den kleinen Ort in den Abruzzen.
Hartnäckig schweigt sie über das, war ihr in Mailand widerfahren ist. Mutter und Großvater wiederum schweigen über das Schreckliche, was sich vor vielen
Jahren ereignet hat, als die Mutter so alt war wie die Tochter jetzt.
Geschickt verwebt Di Pietrantonio einen authentischen Kriminalfall mit einer Familiengeschichte in der Enge der Provinz.
Bella Mia I Buch 18,95 € I ebook 14,99 € I Antje Kunstmann Verlag I übersetzt von Maja Pflug I Februar 2016
Arminuta I Taschenbuch 12 € I book 12,99 € I DtV Verlagsgesellschaft I übersetzt von Maja Pflug I Juni 2020
Die zerbrechliche Zeit I Buch 22 € I ebook 17,99 € I Antje Kunstmann Verlag I übersetzt von Maja Pflug I Oktober 2024
vorgestellt von Jutta Leimbert, Buchhandlung Vaternahm, An den Quellen.
Die Autorin Donatella Di Pietrantonio,
Claudia und Francesco lernen sich auf dem humanistischen Gymnasium in Martina Franca, einer Kleinstadt in Apulien, kennen.
Sie sind beide "Spatriati", so nennt man dort die Unbestimmten, die aus der Art Schlagenden.
Was sie verbindet ist das Liebesverhältnis ihres Vaters mit seiner Mutter.
"Wir sind Geschwister", stichelt Claudia; "ich will aber nicht dein Bruder sein", wehrt sich Francesco.
Sie sind ein ungleiches Paar, das nie wirklich zusammen kommt.
Claudia zieht es schließlich weg aus den beengenden Verhältnissen des Dorfes, erst nach Mailand, dann nach Berlin.
Während Francesco in Apulien bleibt und dann schließlich doch ihr nach Berlin folgt.
Der Roman von Mario Desiati erzählt von Freundschaft, Zugehörigkeit, unterschiedlichen Lebenswegen,
Herkunft, die einen nie loslässt und der Frage wie man sein Leben leben möchte.
2022 wurde er mit dem Premio Strega ausgezeichnet.
Gudrun Olbert, Büchergilde Wiesbaden, am Bismarckring
Mario Desiati I Spatriati
Buch 24 € I TBuch 18 € I ebook 19,99€ I Verlag Klaus Wagenbach I übersetzt von Martin Hallmannsecker I Juni 2024
Der Autor Maria Giordano ist bisher vor allem mit einigen sehr amüsanten Kriminalromanen um seine Heldin Tante Poldi in
Erscheinung getreten. Diese zieht im Alter von 60 Jahren von München nach Sizilien, wo sie sich ein ruhiges Leben erhofft. Doch
ein Mordfall nach dem anderen kommt ihr dazwischen.
Jetzt gibt es eine großartige Familiensaga von Mario Giordano zu lesen und wieder spielt Sizilien, die Heimat der Vorfahren des
Autors, eine Hauptrolle. Der Protagonist Barnaba Carbonaro ist tatsächlich der Urgroßvater des Autors und wir begleiten ihn
fast sein gesamtes Leben hindurch in diesem Buch.
Geboren 1880 und Zeit seines Lebens Analphabet muss er schon als Kind auf den Orangen- und Mandarinenplantagen der Insel ein
Zubrot für die Familie dazuverdienen.Die Einblicke in das karge, rauhe Leben und die harte Feldarbeit sind besonders lesenswert.
Später schafft es Carbonaro eigene Plantagen aufzubauen und als einer der ersten organisiert er den Export der Südfrüchte,
zunächst nach Norditalien, später auch nach Deutschland. Es entsteht sein Mandarinenimperium.
Gebannt folgt man Carbonaro auch bei der Gründung einer eigenen Familie, auch dies gelingt nicht ohne dramatische Ereignisse.
In der Rahmenhandlung des Romans folgen wir Carbonaro 1960 nach München, er ist jetzt 80 Jahre alt, zu den Enkelkindern, die
schon fast eher waschechte Bayern sind denn Sizilianer. Er hat dort noch einiges zu regeln.
Die Geschichte ist in einen wunderbar warmen Erzählton eingepackt.
Das Buch ist von Anfang bis Ende ein einziges großes Lesevergnügen.
Und ganz neu gibt es von Mario Giordano ein weiteres Buch über seine Familie
(„Die Frauen der Familie Carbonaro“)
Er widmet sich jetzt den Frauen vom 19. Jahrhundert bis heute, gleichfalls sehr empfehlenswert.
Andreas Dieterle, Buchecke Schierstein
Buch 22 € I Tbuch 12 €
ebook 9,99 €
Hörbuch 15,95 €
Goldmann Taschenbuch
Juni 2023
Mario Giordano - Terra di Sicilia. Die Geschichte der Famile Carbonaro.
Der jungen Lehrerin Gilla wird im Herbst 1945
ihre erste 5. Klasse, in Borgo di Dentro im
Piemont, anvertraut. Doch so kurz nach
Kriegsende fehlt es an allem. Gilla sucht überall
nach Nützlichem, was sie im Unterricht
gebrauchen kann. Dabei entdeckt sie ein völlig
verbogenes, defektes Miniaturmodell unseres
Sonnensystems, welches sogar mit einem
integrierten Laufwerk die Bahnen der Planeten
um die Sonne zeigen konnte.
Als Tochter eines Uhrmachers packt sie der
Ehrgeiz, dieses Wunder der Präzisionsmechanik
zu reparieren und zum Laufen zu bringen.
Voller Vorfreude, auf die staunenden Augen ihrer
Schülerinnen und das, was sie ihnen über die
Planeten erzählen kann, macht sie sich ans Werk.
Diese Sterne zu reparieren und zu ordnen, wird
zur Metapher dafür, dass ein ganzes Land einen
Neustart versucht - nicht nur in politischer
Hinsicht, nicht nur, weil die Städte in Trümmern
liegen. Die Menschen haben schwer an den
Schrecken und Verlusten des Krieges zu tragen.
Auch die Kinder in Gillas Klasse. Z.B. Francesca,
die als Waise im Nonnenkloster lebt, nie spricht
und in ihrer eigenen Welt eingeschlossen scheint
und sie als Lehrerin besonders herausfordert.
Auf berührende Weise erzählt Raffaella
Romagnolo davon, wie aus Misstrauen und
Angst neues Vertrauen entsteht und wie Gilla
nicht nur Sterne und ihr eigenes Leben neu
ordnet.
Elke Deichmann,
Buchhandlung spielen & LESEN, Dotzheim
Raffaella Romagnolo I Die Sterne ordnen
Buch 25 € I ebook 21,99 €
Hörbuch 15,95 €
Übersetzt von Maja Pflug
Diogenes Verlag
September 2024
Die Hauptfigur Davide, aus dessen Sicht der
Roman erzählt wird, ist der Sohn eines
Schweinezüchters und Faschisten, der nie eine
Schule besucht hat. Er und Teresa, die Tochter
des Seilfabrikanten am Ort, träumen sich schon
lange fort aus ihrem Dorf Tora e Piccilli.
Es ist das Jahr 1942, als plötzlich Nicolas in
ihrem Leben auftaucht, ein zwangsum-
gesiedelter jüdischer Junge aus Neapel.
In ihm erkennt Davide eine andere Welt, die ihn
fasziniert: Nicolas bewegt sich anders, spricht
anders und Davide wird heimlich, gegen den
Widerstand des Vaters, bei Nicolas Vater
schreiben lernen. Auch Teresa lernt Nicolas
kennen und nach einem gemeinsamen Sommer,
werden alle drei voneinander getrennt sein.
Mehr als ein Jahrzehnt später macht sich Davide
auf, seine verlorenen Freunde wiederzufinden.
Denn nichts hat ihn mehr geprägt als der
Sommer 1942 mit Teresa und Nicolas.
Ein großartiges Stück italienische Literatur,
das mich total begeistert hat.
Cornelia Lüderssen, Buchhandlung &
Landkartenhaus Angermann, Mauergasse
Gianni Solla I Bei Licht ist alles zerbrechlich
Buch 24 € I ebook 20,99 €
Hörbuch 11,95 €
übersetzt von Verena
von Koskull
Diogenes Verlag
August 2024
Dacapo
Ein Roman, in dem sich nicht nur die Geschichte
Südtirols, sondern Weltgeschichte spiegelt und die
Frage: was ist Heimat und was ist sie uns wert.
Marco Balzano I Ich bleibe hier
Buch 15 € I Tbuch 14 € I ebook 10,99 € I Hörbuch 9,95 €
übersetzt Maja Pflug I Diogenes Verlag I Januar 2022
Vorgestellt von Elke Deichmann, Buchhandlung spielen & Lesen,
Dotzheim im Literarischem Sunset auf Radio Rheinwelle.
Warum Roberto Saviano,
eine der wichtigsten und
bekanntesten Stimmen Italiens,
beinahe nicht zur Buchmesse
gekommen wäre und warum
Sie ihn trotzdem lesen sollten.
© Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
„Wer nicht liest, wird mit 70 Jahren nur ein einziges
Leben gelebt haben: Sein eigenes.
Wer liest, wird 5000 Jahre gelebt haben:
Er war dabei, als Kain Abel tötete,
als Renzo Lucia heiratete, als Leopardi
die Unendlichkeit bewunderte.
Denn Lesen ist eine Unsterblichkeit nach hinten.“
Umberto Eco
Fine
Das Café Royal in der Via Marghera in
Mailand ist ein beliebter Treffpunkt im
Viertel. Der harte Corona-Lockdown ist
gerade beendet, die Menschen kommen
vorsichtig aus ihren Häusern und treffen
sich wieder.
Mal auf einen Kaffee zum Mitnehmen,
mal auf einen Prosecco im Café.
Für jeden von ihnen brachte die Coronazeit
Veränderungen, einige Leben werden durch
diese Erfahrung neu geordnet werden.
Geschickt verwebt Marco Balzano die Lebensgeschichten der einzelnen
Personen in 18 Kurzgeschichten, die lose zusammenhängen.
Ein paar von ihnen kennen sich gut, sind befreundet, andere hatten in der
Vergangenheit miteinander zu tun, nicht alle mochten sich, einige
verbindet auch mehr.
Das spannende an den Geschichten ist, dass man unterschiedlichste
Perspektiven einnimmt und sich schließlich ein Gesamtbild ergibt,
das wunderbar den Zeitgeist widerspiegelt.
Ein kurzweiliges Lesevergnügen!
Vera Anna, Buch VorOrt, Bierstadt
Marco Balzano I Café Royal